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FailureOnTheFly

Ein Simulator von Schüler:innen mit Fehlermustern. Für das Üben diagnostischer Gesprächsführung – und für die Forschung darüber.

Anmelden Zugang erhalten Sie über Ihre Ausbildungsinstitution.
Angehende Lehrperson

Gespräche führen

Sie führen ein Diagnosegespräch mit einer simulierten Schüler:in, die ihr Fehlermuster konsequent anwendet – so lange und so oft, wie Sie üben möchten.

Sie tippen Ihre Beiträge oder sprechen sie ein und lassen sie transkribieren, wenn Sie der Aufnahme zugestimmt haben.

Im Debrief formulieren Sie Ihre Diagnose und ordnen das Gespräch ein. Unter »Meine Trainings« finden Sie Ihre Sitzungen wieder und können sie erneut nachlesen.

Autor:in

Vignetten bauen

Sie legen Vignetten an: Fehlermuster, Lernauftrag, Arbeitsheft und Bilder bestimmen, wie die simulierte Schüler:in denkt und antwortet.

Sie setzen den Unterrichtskontext aus Fach, Thema und Klassenstufe und prüfen im Probelauf sofort selbst, ob die Vignette so trägt, wie Sie es sich gedacht haben.

Sie arbeiten allein oder nehmen Ko-Autor:innen auf, die gleichberechtigt an demselben Bestand weiterschreiben.

Ausbildung & Forschung

Erheben und auswerten

Sie stellen Trainings aus finalen Vignetten zusammen, die eine Kohorte in freier Reihenfolge und beliebig oft spielen kann.

Für eine Untersuchung richten Sie eine Erhebung ein: Vignetten in fester Reihenfolge, Fragebogen-Items als Likert-Skala oder Freitext an definierten Andockpunkten, Teilnahme pseudonym über einen Link.

Die gespielten Sitzungen exportieren Sie anschließend als auswertbare Datenspur.

Hintergrund

Was dynamische Vignetten mit simulierten Schüler:innen leisten sollen – und warum es sie braucht.

Diagnose im Unterrichtsfluss

Im Unterricht entscheiden Lehrpersonen in Sekunden, ob eine Schüleräußerung ein Flüchtigkeitsfehler ist oder ein hartnäckiges Fehlermuster – etwa eine Regel, die unzulässig auf einen neuen Gegenstand übertragen wird. Wer das herausfinden will, muss im Moment selbst die richtige Frage stellen: Denken hervorlocken, die Antwort deuten und das eigene Urteil nachjustieren. Genau diese Ausführung übt sich schwer, weil sie nur im laufenden Gespräch stattfindet.

Die Lücke zwischen Text und Rollenspiel

Geschriebene Vignetten halten die Situation für alle gleich und nehmen den Zeitdruck heraus – aber sie antworten nicht, wenn man nachfragt. Das Rollenspiel unter Kommiliton:innen antwortet, doch jede Begegnung verläuft anders, und ohne begleitende Dozent:in lässt es sich kaum skalieren. Für eine Erhebung ist das doppelt unglücklich: Standardisierte Stimuli bleiben stumm, lebendige Gespräche bleiben unvergleichbar.

Was die Simulation leisten soll

Große Sprachmodelle eignen sich schlecht dafür, Lernfortschritt zu simulieren – sie geben entweder gar nicht nach oder korrigieren sich bei jedem beiläufigen Hinweis. Gut können sie dagegen fehlerhafte Lösungen erzeugen und die dahinterliegende Denkweise sprachlich vertreten. Darauf setzt FailureOnTheFly auf: Jede Vignette legt genau ein Fehlermuster fest, das die simulierte Schüler:in innerhalb eines Gesprächs und über alle Gespräche hinweg konsequent anwendet. Der diagnostische Gegenstand ist damit für alle Teilnehmenden derselbe, das Gespräch selbst bleibt offen.

Wie die Sitzung gebaut ist

Eine Rahmenhandlung setzt die Teilnehmer:in als Gast in die Klasse einer erfahrenen Lehrperson; in der Stillarbeit fällt ihr ein fehlerhafter Arbeitsheft-Eintrag auf, und sie spricht die Schüler:in an. Getippt oder gesprochen – Audio soll die Hürde und die sachfremde Anstrengung senken. Ein nicht sichtbares Gesprächsbudget beendet die Stillarbeit und bildet die Flüchtigkeit des Unterrichts nach. Im abschließenden Debrief bittet die erfahrene Lehrperson um eine Diagnose – dort trifft die Ausführung auf das diagnostische Urteil.